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Auf nach Essen: RWE – abschalten!

Das Wittener Anti-Atomkraft und Klimaschutz–Plenum Plenum ruft dazu auf, am kommenden Samstag ab 11.00 Uhr an der Mahnwache gegen Atomkraft vor der Stadtgalerie teilzunehmen,  un anschließend zur ruhrgebietsweiten Großdemonstration an der RWE-Zentrale in Essen zu kommen. Diese beginnt um 13.00 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz in der Nähe des Essener Hauptbahnhofs.

Mahnwache am 4. April: Wittener AKW-GegnerInnen fordern Ausstieg der Stadtwerke aus dem Atomstrom

Wittener Gegnerinnen und Gegner der Atomenergie haben sich jetzt mit einem Aufruf an die Stadtwerke Witten gewandt: Die Werke sollen den Bezug von Atomstrom sofort reduzieren und ein n Sofortprogramm für den kompletten Ausstieg aus dem Atomstrombezug und zur Reduktion der CO2-Emissionen vorlegen. Dazu bieten die ErstunterzeichnerInnen des Aufrufes den Stadtwerken „konstruktive Gespräche“ an. Sollte es keine substantiellen Zugeständnisse der Stadtwerke für den Umstieg von der Atomenergie auf regenerative Energien geben, wollen die UnterzeichnerInnen dafür sorgen, dass „möglichst viele Menschen in Witten zu rein ökologisch orientierten Stromanbietern wechseln“.
Bei der Mahnwache „Fukushima ist überall!“  am nächsten Montag, 4. April um 18 Uhr auf dem Rathausplatz werden die AtomgegnerInnen ihren Aufruf vorstellen und öffentlich diskutieren. Die Stadtwerke wurden eingeladen, bei dieser Versammlung zu den Forderungen öffentlich Stellung zu nehmen.

AUFRUF: Stadtwerke Witten sofort atomstromfrei! Umstieg auf regenerative Energien jetzt!

Schon nach dem Super-GAU in Tschernobyl 1986 forderte die Anti-Atom-Bewegung die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen. Seitdem haben die Atomkraftwerksbetreiber per Gesetz langjährige Garantien für den Weiterbetrieb der Atomenergie erhalten, zuletzt durch die Laufzeitverlängerung der schwarz-gelben Bundesregierung. Jetzt – nach dem GAU in Fukushima – findet die Forderung nach einem sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie erneut große Zustimmung in der Bevölkerung.

Angesichts der dramatischen Ereignisse in Fukushima können wir nicht mehr nachvollziehen, dass die zu 100 % kommunalen Stadtwerke Witten immer noch 23 % ihres Stromes aus Atomkraft beziehen. Damit subventionieren die Stadtwerke und ein Großteil der Stromkunden in Witten die mörderische Atomkraft mit.

Wir glauben: Ein sehr schneller und kompletter Ausstieg der Stadtwerke aus dem Atomstrom ist nötig und möglich!  Auch der schnelle und vollständige Ersatz des Atomstroms durch regenerative Energien ist für die Stadtwerke ohne große Probleme zu bewerkstelligen. Dabei kommt es nicht zu sozial oder wirtschaftlich unvertretbaren Kostensteigerungen. Sollten die Stadtwerke Witten den Ausstieg aus der Atomkraftnutzung nicht umgehend und überzeugend einleiten, werden sie viele KundInnen verlieren.

Schon jetzt bieten die Stadtwerke für lediglich 12 Euro mehr im Jahr Strom aus österreichischen Wasserkraftwerken an. Auch die Tarife für echten Ökostrom aus regionaler Sonnenenergie und Wasserkraft sind konkurrenzfähig. Ohne große Probleme lässt sich daraus ein Standardtarif für einen Strom mixen, der bei eventuell geringfügigen Preisaufschlägen komplett ohne Atomenergie und auch ohne zusätzliche CO2-Emmissionen auskommt. Auch stärkere Investitionen in die lokale Stromerzeugung aus regenerativen Energien sind in diesem Rahmen machbar. Begrenzte Preissteigerungen lassen sich durch Ausbau der kostenlosen Energieberatung der Stadtwerke für ihre KundInnen ausgleichen. Durch die Entwicklung einer verbrauchsabhängigen Staffelung der Strom- und Wassertarife (durchschnittlicher Basisbedarf pro Person wird zu vergünstigten Grundtarifen ermöglicht, Mehrverbrauch führt zu höheren Tarifen) lässt sich zudem mehr soziale Gerechtigkeit in die Tarifstruktur bringen.
Unter diesen Bedingungen ist der Verzicht auf Atomstrom nicht nur wirtschaftlich möglich, sondern für die Stadtwerke Witten sogar dringend geboten, wollen sie sich als verantwortliches Versorgungsunternehmen in der Konkurrenz mit anderen Ökostromanbietern am Markt halten. Wir halten grundsätzlich kommunale Stadtwerke für einen Grundpfeiler der Daseinsvorsorge und der Durchsetzung einer klimagerechten Energiewende. Dafür brauchen wir Stadtwerke, die Pioniere der sozialen Versorgung der Menschen mit Wasser, Strom und Wärme aus umweltgerechter Produktion sind.

Wir – die UnterzeichnerInnen – sind bereit, einen Wechsel des Stromanbieters aufzuschieben oder bereits durchgeführte Anbieterwechsel zu überdenken, wenn die Stadtwerke die folgenden Forderungen erfüllen:

  • Reduzieren Sie den Bezug von Atomstrom sofort!
  • Legen Sie ein Sofortprogramm für den kompletten Ausstieg aus dem Atomstrombezug und zur Reduktion der CO2-Emissionen vor!
  • Treten Sie in konstruktive Gespräche mit den organisiertem AKW-GegnerInnen und Ihren AKW-kritischen KundInnen ein!
  • Lassen Sie uns gemeinsam für eine atomstromfreie, klimaverträgliche und sozial gerechte Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser in Witten streiten!

Sollte es keine substantiellen Zugeständnisse in diesem Sinn geben, werden wir dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen in Witten zu rein ökologisch orientierten Stromanbietern wechseln.

Wittener Anti-Atomkraft und Klimaschutz–Plenum organisiert weitere Proteste

[Mitteilung der Gruppe] Am Montag dem 28. 3. 2011 fand das zweite Treffen des am Montag zuvor gegründeten „Wittener Anti-Atomkraft und Klimaschutz – Plenums“ in den Räumen des „Trotz Allem“ statt. Aufgeschreckt durch die dramatischen Ereignisse in Japan wollen auch viele Wittener BürgerInnen ihren Unmut über die anhaltende Nutzung der Atomkraft in Deutschland und andernorts Ausdruck verleihen. Aus diesem Grund zog schon am 14. 3. eine große Anzahl Wittener vor die Geschäftsstelle der Stadtwerke in der Dortmunder Straße, um den Ausstieg des kommunalen Energieversorgers aus der Atomkraft zu fordern.

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