Dezember 2010
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7.777 mal Ja zur Stadtbücherei und Nein zu kulturellem Kahlschlag und Ausverkauf

Freundeskreis zur Bewahrung und Förderung der Wittener Kultureinrichtungen und des Bürgereigentums

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens »Rettet unsere Stadtbücherei«geben heute, am 9. Dezember 2010 bekannt, daß Ihnen inzwischen 7.777 Unterschriften für das Bürgerbegehren vorliegen.

Das sind 7.777 Wittener Bürger und Bürgerinnen,

– die gegen die Verkauf des Gebäudes Ruhrstraße 48 ausgesprochen haben

– die sich den Erhalt und den Ausbau der Stadtbücherei mit ihren Zweigstellen wünschen

– die nicht bereit sind, sich mit einer um Interntarbeitsplätze aufgepeppte Kinderbücherei im Märkischen Museum abspeisen zu lassen

– die der Propagandakampagne der Stadt Witten sehr reserviert gegenüberstehen und oftmals den Glauben an die Politik schon verloren haben

– die bei einer Reduzierung des Angebots der Stadtbücherei keinen Fortschritt und keine Zukunftsfähigkeit entdecken können

– die klar sehen, dass die Weigerung der Stadt Witten ihre Gebäude zu erhalten und zu pflegen, eines Tages die Notwendigkeit von großen Investitionen zur Bestandserhaltung und Modernisierung bedeutet

– die mitbekommen haben, das bereits in den letzen Jahren sehr viele Arbeitsplätze in der Stadtbücherei verloren gegangen sind und die kein Verständnis dafür haben, daß nun Billigarbeitsplätze qualifizierte Tätigkeiten verdrängen sollen

– die nicht verstehen können, wie Sonntags von der Notwendigkeit von Bildung geschwatzt wird und Montags Bibliotheken geschlossen werden

Es gab viele Argumente und Zustimmungen zu dem Bürgerbegehren und der Unterschriftensammlung. Es gab aber auch viele Fragen, warum man denn gegen den Verkauf der Villa Lohmann und anderer städtischer Immobilien nichts tun könne. Hierzu kann nur gesagt werden, dass die Stadt Witten ihren grundsätzlichen Verkaufsbeschluß in geschlossener Sitzung faßte und die Dreimonatsfrist zum Start einen Bürgerbegehren dagegen bereits abgelaufen war, als die Öffentlichkeit über die Verkafspläne zur Villa Lohmann informiert wurde.

Im Jahre 2002 äußerte sich der damalige nordrheinwestfälische Innenminister Behrens zum Thema Bürgerbegehren: “Die Bürgerinnen und Bürger Nordrhein-Westfalens engagieren sich und gestalten das Leben in ihren Kommunen in zunehmendem Maße aktiv mit.” Weiter sagte Behrens: “Es zeigt sich: Die Menschen wollen auch außerhalb von Wahltagen in ihren eigenen Angelegenheiten mitbestimmen. Die Kommunikation zwischen Bürgern und Gemeindeverwaltung ist intensiver geworden. Das ist gut so!”

Nur in Witten ticken die Uhren anders?

Logo Rettet unsere Stadtbücherei

Logo des Bürgerbegehrens »Rettet unsere Stadtbücherei«

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