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Preis für kommunales Konzept - KünstlerInnen fragen nach und bekommen keine Antwort

20 000 Euro hat die Stadt Witten für ein kommunales Gesamtkonzept zur kulturellen Bildung bekommen. Mit großem Interesse haben verschiedene AkteurInnen der freien Kunstszene darüber gelesen und nachgefragt, denn sie wussten bis dato nichts davon, obwohl mit ihrer Zusammenarbeit scheinbar gerechnet wird. Doch das Kulturforum gibt keine Informationen raus.

So war in den Ruhr-Nachrichten vom 28.10.2010 zu lesen:

Dabei steht die Vermittlung von kultureller Bildung im Fokus einer Impuls gebenden, vernetzten kulturellen Stadtentwicklung. Angebote der etablierten, öffentlichen Kultureinrichtungen werden mit der freien Kulturszene in das kommunale Gesamtkonzept eingebunden. Die Vermittlung von kultureller Bildung erfolgt im Zusammenwirken der unterschiedlichsten Akteure auf kommunaler Ebene.

Witten für beispielhafte kulturelle Bildung ausgezeichnet

Mit großem Interesse haben verschiedene AkteurInnen der freien Kunstszene darüber gelesen, denn sie wussten bis dato nicht, dass  `… Angebote der etablierten, öffentlichen  Kultureinrichtungen mit der freien Kulturszene in das kommunale Gesamtkonzept eingebunden werden…. ´ und  `…. Die Erarbeitung  eines kommunalen Gesamtkonzeptes …. als „work in progress“  verstanden wird, dessen Grundlagen bereits gelegt sind.  …´.

Hatten sie was verpasst?

Sie fragten nach und stellten konkrete Fragen: Von welchem Gesamtkonzept die Rede und welche freie Kunstszene eingebunden sei? Sind ihre Namen ohne ihr Wissen und ihre Zustimmung für die Bewerbung um diesen Preis vielleicht eingesetzt worden? Wer denn beim`work in progress´ dabei war, was das für Grundlagen seien, die gelegt wurden und wofür das Preisgeld eingesetzt würde? Denn als AkteurInnen der freien Szene aus den Bereichen Theater, Musik und Bildende Kunst hatten sie das erste Mal von besagten Konzepten und Grundlagen erfahren, und würden es, gerade hinsichtlich, der über die letzten Jahren erlebten intransparenten und kaum vorhandenen Förderstruktur, mehr als befremdlich empfinden, sollte u.a. mit ihrer Arbeit  für eine Politik geworben worden sein, die über Strecken gar nichts bis ganz wenig (0-0,38 % ! des Kulturetats) für ihre KünstlerInnen übrig hatte und hat, und dafür auch noch einen Preis erhält.

Es kam keine Antwort. Frau rief noch einmal an – wieder keine konkrete Antwort und vor allem kein Konzept. Auf Nachfrage im preisvergebenden Ministerium zeigte man sich befremdet über die Tatsache, dass diese Bewerbung nicht einsehbar sein soll, man solle sich doch an die Stadtspitze wenden.

Okay, dann stellen wir unsere Fragen eben an die Stadtspitze und den Verwaltungsrat des Kulturforums.
Vielleicht bekommen die KünstlerInnen ja dann einen Einblick über einen Preis der unter anderen für Vernetzung und Kooperation ausgelobt wurde und damit Transparenz und Kommunikation als soziale Faktoren unabdingbar machen. Zeit wärs, auch in Witten damit anzufangen!

Beate Albrecht

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