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Skaten statt Lesen?

Basta! :  Kahlschlagskonzept für die Bibliotheken darf am 17.September keine politische Mehrheit finden

In der WAZ/WR vom 19.08.2010 äußerte Wolfgang Härtel, Leiter des Vorstandsbüros des Kulturforums:

„Wir haben aber schon zwei Kaufinteressenten für das Gebäude“ ( der Stadtbücherei).

Bücherei-Verkauf erhitzt Gemüter

Aufgrund dieser Aussage befürchtete Basta! unzulässige Geschäftsanbahnungen und hat am 22.8. in einem Offenen Brief an den Verwaltungsrat unter anderem gefordert, dass die Vorgänge rechtlich geprüft werden.

Nun äußert Kulturforums-Chef Steimann in den Ruhrnachrichten von heute, 24. August:

„Zudem sind zwei Interessenten von selbst auf uns zu gekommen.” Dabei sei es sogar um “inhaltlich interessante Nutzungen gegangen”.

Inzwischen hat Basta! erfahren, dass sich Härtel & Steimann in der WAZ wohl tatsächlich übertrieben damit gebrüstet haben, den Verkauf der Stadtbücherei ganz schnell über die Bühne zu bringen. Ihre Taktik ist durchsichtig: Stimmung und vollendete Tatsachen schaffen, bevor die öffentliche Debatte um die Bibliotheken überhaupt richtig beginnen kann.

Basta! hat auch erfahren, worin eine der “inhaltlich interessanten Nutzungen”, bzw . „Bereicherungen des Stadtbildes“ (Steimann in der WAZ/WR) besteht.

Man glaubt es kaum: SKATEBOARDS (“Halfpipe”)  in der entkernten Stadtbücherei!

Steimann inspiriert

„Auf die Idee sind wir bei der Vorbereitung zu unserem ironischen Theaterspektakel am 27.8. noch gar nicht gekommen“, ärgert sich Knut Unger von basta!. „ Steimann ist schwer zu toppen.“ Natürlich seien auch öffentliche Einrichtungen für Skater in Witten sehr wünschenswert. “Ließe sich so etwas nicht zum Beispiel auf einem öffentlichen Kirnmarkt integrieren?” Das Bücherei-Gebäude sei aber völlig ungeeignet. “Hier wird allen Ernstes so getan, als seien kommerzielle Angebote für Skateboarder eine Alterntive zu öffentlichen Büchereien”, wundert sich Unge über das Konzept, das tatsächlich in einer Sitzung des Verwaltungsrates des Kulturforum präsentiert worden sein soll.

Die Wirklichkeit des Ausverkaufs sei der Phantasie immer um Längen voraus.  Es kristallisiere sichaufgrund der Anregungen durch die reale Stadtpolitik jetzt klar das Konzept eines „Privat-Boulevards Ruhrstraße“ heraus. Von „Büro & Commerz“ auf dem Kornmarkt über private Skaterbahnen in der Stadtbücherei, eine Privatisierungsbörse in der Villa Lohmann mit da zugehörigen großen Parkflächen,  teuren Lofts auf ‚Teppichland“, einem Drive-In-Steakhaus am Mühlengraben und einem Privatstrand am Wasserwerk.

Unger:  “Am 27.8. wird unser Großinvestor zeigen, wie das – und mehr -  mit Hilfe von Heuschrecken-Fonds zu stemmen ist.”

Protest gegen Bücherei-Kahlschlag bis zum 17. September

„Diese Theater- und Protest-Aktion kann aber nur Auftakt sein“, sagt Unger.

Bis zur – erstmals öffentlichen –  Sitzung des Verwaltungsrates des Kulturforums am 17. September muss erreicht werden, dass das Kahlschlagskonzept für die Bibliotheken keine politische Mehrheit findet.

Wir rufen alle verantwortungsvollen Menschen in Witten dazu auf, sich dafür mit ihren Mitteln und Möglichkeiten einzusetzen.“

1 Kommentar zu Skaten statt Lesen?

  • Rainer Gehrke

    Und ich dachte wir sind hier in Deutschland……
    Dabei ist es nur eine Bananenrepublik,wo selbst Angehörige der Grünen scheinbar nicht davor zurückschrecken,die Leute zu diffamieren,die die Arbeit der Grünen übernehmen und sich für den Erhalt von Gemeinschaftseigentum und Arbeitsplätzen einsetzen.

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