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Basta Wuppertal beim 1. Mai

Das junge Aktionsbündnis „Basta! Wuppertal Für das Recht auf die Stadt“ beteiligte sich mit Erfolg an den Demonstrationen und Kundgebungen zum 1. Mai in Wuppertal.

Bei der DGB-Demonstration am Morgen waren die Bastas mit einem großen Transparent und dem Modell eines Kampflugzeuges, das sinnlose Ausgaben für den Krieg versinnbildlichte, gut sichtbar und hörbar. „Basta! Es reicht! Die Stadtgehört uns!“ war einer der Sprechchöre.

Basta bei der DGB-Demo in Wuppertal

Bei der DGB-Kundgebung auf dem Laurentiusplatz war die Pleite Wuppertals, war das Streichpaket mit den Folgen für Arbeitsplätze und Ausbildung auch bei den offiziellen RednerInnen eines der bestimmenden Themen. Als OB Jung (CDU) auftrat, kam es zu Pfeifkonzerten.

Basta vor dem AZ

Basta! Wuppertal nahm auch an der traditionellen autonomen 1. Mai Demo am Nachmittag teil, die unter dem Motto „Für das Recht auf die Stadt“ stand.

Anders als in den Vorjahren genehmigte die Polizei nach einiger Zeit einen Demonstrationszug zum Stadtteilfest auf dem Schusterplatz. Allerdings auf einer sehr eingeschränkten Route. Diese wurde von den DemonstratInnen stellenweise spontan erweitert.

Auf dem Schusteplatz

Beim Straßenfest auf dem Schusterplatz angekommen, wollte ein junger und sportlicherer Teil der DemonstrantInnen noch weiter laufen. In einem Zickzack-Kurs in rasantem Tempo gelang es ihnen, der Polizei bis in die Innenstadt davon zu laufen.  Wie TeilnehmerInnen berichten, verlor an der B7 ein Motorrad-Polizist die Nerven und raste durch die kreuzende Demo.  Dabei überfuhr er einen 18 Jahre alten Teilnehmer, der dann vom verständigten Krankenwagen abtransportiert wurde (Verletzung am Knie).  Ein weiterer Teilnehmer wurde durch ein Polizeifahrzeug am Fuß verletzt.

In der Luisenstraße, direkt an Straßencafés und Kneipen, wurde diese Spontan-Demo von der Polizei aufgehalten und eingekesselt.

Polizeiabsperrungen in der Luisenstraße

Biergartenbesucher, die zwischen Polizeiabsperrungen saßen, Essen, die über diese Absperrungen an die herbeigeeilten FreundInnen gereicht wurden: eine skurrile Situation.

Die meisten eingekesselten Demonstranten durften nach Vermittlung der linken Stadtverordneten Gunhild Böth und nach Feststellung der Personalien gehen.  34 Personen wurden mit zur Gefangenensammelstelle genommen. Der Großteil von ihnen war minderjährig.

Gunhild Böth vermittelt

Die Stadtverordnete Gunhild Böth vermittelt

1 Kommentar zu Basta Wuppertal beim 1. Mai: Holen wir uns die Stadt zurück

  • krüger

    Hallo und vielen Dank für die Veröffentlichung.
    Das BASTA Bündnis Wpt wird weiter kämpfen für das Recht auf Stadt.
    Um so wichtiger ist die Öffentlichkeitsarbeit, um noch mehr Menschen für das Thema zu sensibiliesieren und ggf. auch zum gemeinsamen handeln zu motievieren.
    Dank auch an dieser Stelle an Frau Böth, die sich zum Teil erfolgreich für die eingekesselten Demonstaranten und für UNSER Recht auf Versammlungsfreiheit (auch ohne Anmeldung) eingesetzt hat.
    Beste Grüße
    A.K.

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